OmniKids – Innen sicher. Außen klar. 0151 68 13 49 87 Platz anfragen

Das Programm im Detail

Schutz wächst von innen nach außen

OmniKids ist ein Programm: fünf Säulen, die aufeinander aufbauen, erzählt über Tierhelden, die eure Kinder über Wochen begleiten. Hier steht, wie es aufgebaut ist – und warum.

Warum fängt ein Selbstverteidigungstraining nicht mit Selbstverteidigung an? Weil die Reihenfolge über die Wirkung entscheidet.

Eine Technik nützt nur, wenn ein Kind sie im Ernstfall auch benutzt. Das hängt weniger am Können als daran, wie das Kind über sich selbst denkt. Deshalb beginnt OmniKids beim Selbstwert und arbeitet sich nach außen: erst wissen, wer ich bin, dann spüren, was mein Körper mir sagt, dann steuern, was in mir passiert, dann Grenzen setzen – und ganz am Ende, wenn nichts davon gereicht hat, sich befreien und weglaufen.

OmniKids ist von Grund auf für Kinder entwickelt, kein verkleinertes Erwachsenensystem. Das ist der Unterschied, den man in der ersten Stunde sieht: Es wird nicht kindgerecht verpackt, was Erwachsene lernen. Es wird gelehrt, was Kinder brauchen – in der Sprache, in der Kinder lernen.

Vier von fünf Ebenen kommen ganz ohne Hände aus. Die fünfte gibt es trotzdem – für den Fall, dass die anderen vier nicht gereicht haben.

Der Aufbau

Fünf Säulen, die aufeinander stehen

Jede Säule steht für einen Satz, den euer Kind über sich sagen kann. Die unteren wirken nach innen, die oberen nach außen – und keine Säule funktioniert ohne die darunter.

Die OmniKids-Pyramide: fünf Stufen von Identität & Selbstwert (Basis) bis Selbstverteidigung (Spitze), jede mit einem Ich-Satz
Säule 1

Identität & Selbstwert

„Ich bin geliebt, wertvoll und schützenswert.“

Das Fundament, auf dem alles andere steht. Wer seinen eigenen Wert kennt, merkt früher, wenn etwas nicht in Ordnung ist, und traut sich eher, es jemandem zu sagen. Wir arbeiten daran wie an allem anderen: mit Übungen, nicht mit guten Worten.

Wenn euer Kind eher zurückhaltend ist →

Säule 2

Körper-Radar & Intuition

„Ich habe Gefühle, aber ich bin nicht meine Gefühle. Mein Körper ist das Radar, das mir zeigt, was passiert.“

Der Bauch meldet sich, bevor der Kopf versteht. Kinder üben, dieses Signal zu bemerken, zu benennen und ernst zu nehmen – und dabei das Gefühl von sich selbst zu trennen: Angst zu haben heißt nicht, ängstlich zu sein. Wer den Unterschied kennt, kann auch mit Angst handeln.

Säule 3

Mindset & Selbstregulation

„Ich kann meinen inneren Motor steuern und bin selbstwirksam.“

Wut, Angst und Aufregung sind Energie, die man hoch- und runterfahren kann. Atem, Körperspannung, ein Satz an sich selbst: Kinder bekommen Griffe an die Hand, die nicht an die Halle gebunden sind. Diese Säule wirkt am sichtbarsten dort, wo wir nicht dabei sind – im Klassenzimmer, auf dem Pausenhof und am Küchentisch.

Säule 4

Selbstbehauptung & Grenzen

„Ich bin clever, setze Grenzen und weiß, wie ich mich verhalten kann.“

Hier wird das Innere sichtbar: Stimme, Blick, Haltung, der Schritt zurück, das laute Nein, der Weg zu einem Erwachsenen. Diese Stufe üben wir am häufigsten.

Wenn euer Kind geärgert wird →

Säule 5

Selbstverteidigung

„Ich kann mich befreien und fliehen.“

Die schmalste Säule, und die letzte. Die Techniken kommen aus dem Krav Maga, kindgerecht übersetzt: sich befreien, Abstand herstellen, weglaufen, Hilfe holen und, wenn es nicht anders geht, sich wehren. Kein Kräftemessen, kein Gewinnen, kein Wettkampf – das Ziel ist immer, aus der Situation herauszukommen.

Macht so ein Training Kinder aggressiv? →

Die gute Nachricht für Eltern

Die unteren Stufen wirken nach innen: Selbstwert, Gefühle, Selbstregulation. Daran arbeitet ihr schon jeden Tag, wenn ihr tröstet, ermutigt und Konflikte begleitet. Die oberen Stufen wirken nach außen: Grenzen setzen, sich wehren. Im Training arbeiten wir an allen fünf – das Fundament wächst bei euch zu Hause mit.

Wie Kinder durch Geschichten, Rollen und Wiederholung lernen, zeigt die Lernforschung: Zehn Studien haben wir hier zusammengefasst.

Die Vermittlung

Die Tierhelden sind nicht die Verpackung – sie sind der Lehrplan

Jedes Thema hat seinen Tierhelden, und jeder Tierheld hat seine eigene Geschichte. Sie läuft über Wochen: Jede Übung hat ihren Grund in der Geschichte, und die Geschichte geht beim nächsten Mal weiter.

Das trägt – und es motiviert. Kinder kommen nicht in die nächste Stunde, weil Training auf dem Plan steht, sondern weil sie wissen wollen, wie es weitergeht. Über die Wochen wächst mit der Geschichte auch das Können, und beides gehört für die Kinder zusammen.

Ari, der Adler, hält sich für den Größten. Bis er sich mit einem Nebel anlegt, gegen den er nicht ankommt, und sich eine blaue Nase holt. Dann setzt sich ein Schmetterling auf seine Schulter: Levi, der erst eine Raupe war und dann ein Kokon. Er sagt Ari, dass kein Meister vom Himmel gefallen ist – und Ari darf sich zum ersten Mal entspannen.

Die Geschichte ist bei uns kein Programmpunkt neben der Technik. Sie ist das Gefäß. In derselben Stunde stecken der Wert, das Gefühl, die Wahrnehmung, die Grenze und die Bewegung – unterschiedlich gewichtet, je nachdem, was die Geschichte gerade hergibt.

Und die Tierhelden bleiben nicht für sich. Sie begegnen einander, treten in Sternstunden gemeinsam an, tauchen Monate später wieder auf. Für die Kinder wächst daraus keine Reihe von Themen, sondern eine Welt.

Und ganz praktisch: Koko, der Affe, ist neugierig – er will alles wissen und überall hinein. Auf einer seiner Entdeckungsreisen klemmt er sich den Arm in einem Baumstamm ein und muss sich befreien. Das üben die Kinder in dieser Stunde: wie man aus einem Griff wieder herauskommt. Und weil danach Ananas herunterfallen, kommen schnelle Tritte dazu.

Kein Kind fragt hier, wozu es das üben soll. Die Geschichte hat die Frage vorher beantwortet.

Und es macht schwere Themen tragbar. Über einen Tierhelden kann ein Kind erleben, wie man mit Angst umgeht, mit Wut, mit einem Streit, mit jemandem, der zu nah kommt – ohne über die eigene Angst sprechen zu müssen. Die Fabel hält Abstand, und genau dieser Abstand macht ernste Themen für Kinder zugänglich. Was das Kind später braucht, holt es sich aus der Geschichte.

Die Geschichten schreibt Benjamin selbst. Er kommt aus dem Dokumentarfilm und führt seit 2011 Regie im Werbefilm – dieses Handwerk steckt in der Vermittlung. Wer wir sind →

Der Ablauf

Wie eine Stunde abläuft

Es beginnt mit der Klangschale – der Klang ist das Zeichen: Jetzt sind wir hier. Dann kommt die Geschichte, und daraus ergibt sich, was geübt wird: eine Bewegung, ein Satz, eine Haltung, oft alles drei. Dazwischen wird gerannt, gespielt und gelacht. Zum Schluss kommen die Kinder zur Ruhe und atmen, und die Klangschale schließt die Stunde.

Wie viel Zeit auf welchen Teil fällt, entscheidet die Geschichte – nicht der Stundenplan.

Der sichtbare Weg

Heldenstreifen und Gürtel

Kinder wollen sehen, dass es vorangeht. Jeder Tierheld endet deshalb mit einer Heldenprüfung: Die Kinder zeigen, was sie mit diesem Tier gelernt haben – und verdienen sich einen Heldenstreifen für den Gürtel. Alle paar Wochen ein Schritt, den euer Kind sehen und anfassen kann.

Den weißen Gürtel bekommt euer Kind beim ersten regulären Training, vor der ganzen Gruppe. Prüfungen, Streifen und Gürtel sind im Beitrag enthalten – Prüfungsgebühren gibt es bei uns nicht.

Der Gürtel zeigt nicht, wie stark ein Kind ist – sondern wie weit es seinen Weg schon gegangen ist.

Wie viele Streifen zu einem Gürtel gehören, steht auf der Kursseite.

Was den Unterschied macht

Vier Dinge, die OmniKids ausmachen

Lernen durch Geschichten

Ari, der Adler, hält sich für den Größten – bis ihn ein Schmetterling daran erinnert, dass kein Meister vom Himmel gefallen ist. Jeder Tierheld bringt seine eigene Geschichte mit, geschrieben von einem Regisseur. Kinder behalten, was sie miterlebt haben, nicht was man ihnen sagt.

Zwei Fachwelten, ein Programm

Julia ist Psychologische Psychotherapeutin, Benjamin Regisseur und Fachkraft für Gewaltprävention – beide Master-Instruktoren für Krav Maga. Nach vielen Jahren mit Erwachsenen in der Halle haben wir uns gefragt, was Kinder brauchen. OmniKids ist die Antwort.

Eigenschutz auf fünf Ebenen

Jede Stunde beginnt mit einer Geschichte und endet mit Ruhe und Atem. Dazwischen liegen Bewegung, Selbstbehauptung und kindgerechte Selbstverteidigung – Psychologie, Werte und Achtsamkeit sind bei uns keine Extras, sie sind jede Woche dabei.

Ein Programm, zwei Formate

Manche Kinder gehen allein in die Gruppe, bei anderen trainiert ein Elternteil mit. Beides gibt es bei uns – ihr müsst euch nicht entscheiden, bevor ihr euer Kind im Training erlebt habt.

  • Kurs mit höchstens 15 Kindern
  • Trainerteam fachlich und polizeilich geprüft
  • kein Wettkampf, keine Turniere
  • kostenloses Probetraining
  • ab 80 € im Monat
  • Bindung familiengerecht

Wohin das Programm führt

Zwei Kursformate

Das Programm gibt es einmal: identitätsorientierter Eigenschutz für Kinder, von uns als Fachkräften entwickelt – und in zwei Formate übersetzt. Tierhelden, Säulen, Heldenstreifen und Gürtel sind in beiden dieselben. Der Unterschied ist, dass im Tandem beide trainieren: Ihr hört dieselbe Geschichte, übt dieselben Dinge und benutzt danach dieselben Worte. Was euer Kind lernt, lernt ihr gleich mit.

OmniKids-Kurs

OmniKids – Innen sicher. Außen klar.
Kind trainiert selbst · ca. 6–10 J.Mo oder Fr · 15:15–16:15Kleine Gruppe · max. 15 KinderIDOGOHAUS, Stuttgart-Süd

Kindgerechtes Training für Selbstwert, klare Grenzen, Bewegung und sichere Handlungsmöglichkeiten.

Euer Kind lernt:

  • Nein sagen und Grenzen setzen
  • dem eigenen Bauchgefühl vertrauen
  • Gefühle verstehen und regulieren
  • Gefahren erkennen und Hilfe holen
  • sich befreien, fliehen, wehren – kindgerechtes Krav Maga

Platz anfragen Alles zum Kurs

OmniKids Tandem

OmniKids Tandem – Gemeinsam. Sicher.
Elternteil + Kind · ca. 5–8 J.Do · 15:15–16:15IDOGOHAUS, Stuttgart-Süd

Eltern und Kinder trainieren gemeinsam – spielerisch, stärkend und verbindend.

Ihr lernt gemeinsam:

  • Sicherheit als Familie erleben
  • Eltern-Kind-Vertrauen vertiefen
  • gemeinsame Notfallpläne entwickeln
  • Nein sagen und Grenzen setzen
  • zusammen handeln – kindgerechtes Krav Maga

Platz anfragen Alles zum Tandem

Unsicher, was besser passt? Kommt zum kostenlosen Probetraining – danach wisst ihr es, und vorher muss sich niemand festlegen. Welches Format zu welchem Alter passt, erklärt unser Ratgeber zum Alter; Tage und Uhrzeiten stehen auf der Seite Unterrichtszeiten.

Klartext

Was wir nicht versprechen

Wir üben mit Kindern – versprechen können wir nicht, dass ein Kind im Ernstfall alles abruft. Wenn einem Kind etwas passiert, liegt das nie am Kind und nie daran, dass es zu wenig geübt hat: Verantwortlich ist, wer die Grenze überschreitet. Und OmniKids ist kein Ersatz für Therapie.

Wenn euer Kind gerade etwas Schweres erlebt, sagt uns Bescheid – dann schauen wir gemeinsam, ob Training jetzt das Richtige ist.

Am Ende zählt nicht, was hier steht.

Sondern was euer Kind in der ersten Stunde erlebt. Das Probetraining ist kostenlos und unverbindlich.

Platz anfragen